Dieser Text und auch einige Bilder stammen aus meinem Youtube-Video zu Helminthotheca echioides.
Das Natternkopf-Bitterkraut (Helminthotheca echioides), auch bekannt als Natternkopf-Wurmlattich kenne ich seit einigen Jahren aus der Vorderpfalz, wo es sich bereits dauerhaft angesiedelt hat und an mehreren Standorten zu finden ist.
So richtig ins Auge gestochen ist mir die zur Korbblütler-Familie zählende Pflanze aber erst 2024 während eines Aufenthalts in der Bretagne. Dort wächst das bittere Kraut beinahe an jedem Wegrand.

Im Burgund kommt es auch vor, aber weit weniger häufig als in der Bretagne.
Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet liegt in Südeuropa, Westeuropa und Nordafrika.
Seit dem Sommer 2025 blüht und gedeiht das Natternkopf-Bitterkraut auch in meinem Kiez und an weiteren urbanen Standorten. Hilfreich für seine Ausbreitung in Richtung Norden sind vermutlich die immer milder werdenden Winter.

Ob es nur als Neophyt oder als invasive Art zu betrachten ist, kann ich nicht beurteilen. Nach meinen Beobachtungen kann sich das Bitterkraut flächig ausbreiten, es scheint aber keine anderen Arten zu verdrängen.
Wenn Insekten auf den Blüten von Neophyten zu sehen sind, bedeutet das nicht, dass diese Pflanzen für diesen Standort ökologisch wertvoll sind. Dort heimische Arten können weit mehr Tieren Nahrung und Lebensraum bieten.

Was für das Bitterkraut spricht, ist seine lange Blütezeit, es kann bis in den Dezember blühend zu sehen sein.
Die hier gezeigten Insekten könnten aber auch ohne das Bitterkraut überleben, auf nah mit ihm verwandten Arten wie dem Ferkelkraut oder dem Steifhaarigen Löwenzahn.


Acker-Kratzdistel
Behaartes Franzosenkraut, Behaartes Knopfkraut
Der Rainfarn ist kein Farn!
Einjähriges Berufkraut, Feinstrahl
Gemüse-Gänsedistel
Gewöhnliches Ferkelkraut
Gewöhnliches Greiskraut
Huflattich
Invasive Giftpflanze am Straßenrand
Rainfarn
Strauchiges Kraut mit Kompass (Chondrilla juncea)
Von Beruf Kraut und Neophyt: Berufkräuter
Was macht das Gewöhnliche Greiskraut zu einem erfolgreichen Unkraut?