Warum erhält das Scharbockskraut so viel Hate?
Ich will mich outen, ich bin ein Fan vom Scharbockskraut. Wie übrigens auch viele Wildbienen, Fliegen und weitere heimische Insekten.

Ich habe oder hatte das Hahnenfußgewächs als Wildform und Zuchtform auf dem Balkon und im Garten.
Allerdings gab oder gibt es dort keinen Rasen.
Denn für die Fans von mehr oder weniger grün-gepflegten Grasflächen scheint das Scharbockskraut der Endgegner zu sein.
So soll es die geliebten Grashalme unterdrücken und nach seinem Verschwinden erdige Lücken hinterlassen. Die anschließend von bösen Unkräutern besiedelt werden.
Rasen ist eine Monokultur. Das Scharbockskraut muss sich dort nur gegen ein bis zwei Grasarten durchsetzen.

Monokultur Rasen vs. naturnahe Wiese
In naturnahen Wiesen ist Scharbockskraut oft weniger dominant, da es von anderen Arten in Schach gehalten wird. Im Rasen kann es sich dagegen leichter ausbreiten.
Und auch eine Wiese kann gemäht und als Spiel- oder Freizeitfläche genutzt werden.
Die Natur könnte das theoretisch von alleine regeln.
Aber wo kommen wir denn hin, wenn wir die Natur natürliche Dinge tun lassen.

Scharbockskraut Basics
Die ersten Blätter des Scharbockskrauts können bereits ab Dezember oder Januar zu sehen sein. Sie variieren in der Färbung von rein grün über hell-grün-marmoriert bis zu dunkelrot gefleckt. Die Blütezeit dauert von Februar bis Mai. Nach dem Ausreifen der Samen sterben die krautigen Pflanzenteile ab, und das Hahnenfußgewächs zieht sich in sein Rhizom zurück. Dort überdauert es mithilfe der in den Wurzelknöllchen gespeicherten Nährstoffe bis zur nächsten Vegetationsperiode.


Scharbockskraut
Waldrebe (Gemeine, Gewöhnliche)