Der Acker-Gelbstern oder Acker-Goldstern (Gagea villosa) macht sich sprichwörtlich vom Acker. Mit der intensiven Bewirtschaftung solcher Flächen scheint er nicht zurechtzukommen.
Das Rote-Liste-Zentrum listet Gagea villosa auf seiner Vorwarnliste für bedrohte Arten. Im Kommentar zur Gefährdung wird ein „Rückgang auf Äckern, aber Zunahme im städtischen Bereich, z. B. auf Friedhöfen.“ angegeben.
Meine erste Begegnung mit dem Acker-Gelbstern hatte ich in der Tat vor dem Mannheimer Hauptfriedhof.
Die hier gezeigten Exemplare habe ich bei dem Dreh meines Videos zum Scharbockskraut in einem Park entdeckt. Auch auf einem Grünstreifen vor dem Park waren einige der Pflänzchen zu sehen.

Die Vegetationsperiode des Acker-Gelbsterns ist kurz, seine oberirdischen Pflanzenteile sind nur von März bis Mai zu sehen. Den Rest des Jahres verbringt die mit den Lilien und Tulpen verwandte Pflanze als ruhende Zwiebel.
Gagea villosa darf nicht aus der Natur entnommen werden und ist nach meinen Recherchen nicht im Handel zu finden. Der nah verwandte Wald-Gelbstern (Gagea lutea) wird aber von einigen Fachgärtnereien angeboten.


Zottiger Rosenkäfer